Auf Einladung der Behörde des Wehrbeauftragten traf sich eine Delegation von SchaLL.NRW (Rainer Lummer, links im Bild und Stefan Nierfeld, rechts im Bild) in Berlin zu einem ausführlichen Fachgespräch. Ansprechpartner war Ministerialrat Dr. Schnellecke, Leiter des Referats für Grundsatzfragen (mittig im Bild). Das Gespräch dauerte etwa drei Stunden und fand in einer offenen und herzlichen Atmosphäre statt.
Einblick in Geschichte und Aufgaben
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, in der die beiden Vertreter von SchaLL.NRW ihre Arbeit sowie ihre Erfahrungen aus dem Schulalltag und aus langjähriger Tätigkeit in Hauptpersonalräten schilderten, gab Dr. Schnellecke einen umfassenden Überblick über die Entstehung des Amtes im Jahr 1959 sowie über dessen aktuelle Struktur und Arbeitsweise.
Der Wehrbeauftragte ist eine unabhängige Beschwerde- und Ombudsstelle für rund 200.000 Angehörige der Bundeswehr. Er schützt die Rechte der Soldat:innen und unterstützt das Parlament bei der Kontrolle der Streitkräfte. Das Wehrbeauftragtengesetz beschreibt seine Aufgaben so: „Der Wehrbeauftragte nimmt als Hilfsorgan des Deutschen Bundestages Aufgaben bei der Ausübung der parlamentarischen Kontrolle wahr und erstattet diesem für jedes Kalenderjahr einen schriftlichen Gesamtbericht.“
Arbeitsweise in der Praxis
Die Behörde gehört zur Bundestagsverwaltung, beschäftigt etwa 60 Mitarbeitende und bearbeitet jährlich rund 4.000 Eingaben. Sie ist keine Ermittlungsbehörde, sondern arbeitet auf Grundlage des Petitionsrechts. Je nach Eingabe entscheidet der Wehrbeauftragte, welche der sechs bis acht Verantwortungsebenen mit Ermittlungen beauftragt werden. Er kann Ermittlungen sowie Berichte über eingeleitete Maßnahmen verlangen und hat ein Recht auf Akteneinsicht. Feste Bearbeitungsfristen gibt es nicht, jedoch eine Kontrolle der Schlüssigkeit der eingeleiteten Maßnahmen. Anonymen Eingaben wird meist nicht nachgegangen. Ausnahmen gelten bei strukturellen Fragestellungen, bei denen die Herkunft des Hinweises keine Rolle spielt. Zusätzlich gibt es bei der Bundeswehr einen Katalog sogenannter meldepflichtiger Ereignisse.
Vom Jahresbericht zur politischen Debatte
Besondere Bedeutung hat der Jahresbericht. Er wird einmal im Jahr bei der Bundespressekonferenz vorgestellt, anschließend allen Abgeordneten des Deutschen Bundestages zugeschickt und im Verteidigungsausschuss besprochen. Fraktionen und Abgeordnete können auf dieser Grundlage politisch reagieren und entsprechende Anträge im Bundestag einbringen.
Dazu kommt der direkte Kontakt vor Ort: Der Wehrbeauftragte besucht viele Dienststellen, Standorte und Kasernen auch unangemeldet. So kann er Beschwerden, Kritik und Verbesserungsvorschläge direkt von den Soldatinnen und Soldaten aufnehmen. Neben dem Eingaberecht ist dies eine weitere wichtige Form der demokratischen Teilhabe für die Bediensteten.
Fazit
SchaLL.NRW bedankt sich herzlich für die vielen Informationen und Einschätzungen. Auch Dr. Schnellecke fand den Informationsaustausch sehr interessant und steht für weitere Fragen zur Verfügung. Der Termin gab wertvolle Einblicke in die Arbeit einer unabhängigen Ombudsstelle – Erkenntnisse, die wir in unserer weiteren Arbeit zukünftig aufgreifen werden.
Düsseldorf, 21.05.2026. Das offene und sehr interessierte Gespräch fand in einem Besprechungsraum der Grünen-Fraktion im Landtag NRW statt. Zuerst stellten wir SchaLL vor, die Genese des Vereins, unser aktuelles Leitbild und unsere zentralen Forderungen.
Frau Zingsheim-Zobel zeigte sich sehr aufgeschlossen gegenüber der Thematik „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ im Schulbereich und konnte unsere Forderung, die 1:1-Übertragung des Tarifabschlusses auf die Beamt:innen auszusetzen, nachvollziehen. Wir übergaben unser Gutachten zu den Einkommensunterschieden und wiesen auf unsere seriösen Berechnungen des Familienzuschlags auf der Homepage hin.
Ein bildungspolitischer Schwerpunkt war „Armut und Bildung“: Sie war Mitglied der Enquetekommission und ebenfalls der Meinung, dass langfristig (über Legislaturen hinaus) viel (!) Geld in Bildung fließen muss, besonders in strukturschwachen Regionen.
Aufgehängt am Bericht über unsere Fachtagung „Sichere Schulen“ ging es außerdem um das Thema „Gewalt gegen Lehrkräfte“ und unsere Forderungen: Einrichten einer „Meldekette“ und die Erfassung der Gewaltvorfälle an Schulen, die Einrichtung eines „Schulbeauftragten“, mehr Präventionsarbeit an Schulen, mehr Beziehungsarbeit und deswegen Entlastung der Kolleg:innen von unterrichtsfernen Tätigkeiten, Einführung von Warn-Apps und eindeutiger Beschilderung. Die „Nachsorge“ bei betroffenen Lehrkräften mit Gewalterfahrungen ist ebenfalls ein Problem.

Der Lehrer:innenverband SchaLL.NRW ist mit seinem Vorstandsvorsitzenden Stefan Nierfeld auf der Zukunftskonferenz NRW 2025 vertreten und konnte so die Perspektive der Lehrkräfte in NRW in die Debatte um die Schule der Zukunft einbringen.
Im Zentrum der Teilnahme von SchaLL.NRW standen die Themenfelder Bildungsgerechtigkeit, Integration und echte Teilhabe aller Schüler:innen – von der frühen Förderung über den durchlässigen Bildungsweg bis hin zur Stärkung sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher. Nierfeld machte in Gesprächen deutlich, dass gute Rahmenbedingungen für Lehrkräfte, multiprofessionelle Teams und ausreichend Ressourcen entscheidend sind, damit Inklusion, Sprachförderung und individuelle Förderung nicht nur auf dem Papier stehen, sondern im Unterrichtsalltag gelingen.
Bildung für nachhaltige Entwicklung: Zugleich setzte SchaLL.NRW in Dialogen mit Teilnehmenden klare Akzente für Bildung für nachhaltige Entwicklung: Schulen sollen Orte werden, an denen Demokratiebildung, ökologische Verantwortung und digitale Kompetenzen zusammengedacht und praktisch erlebbar werden. Nierfeld unterstreicht, dass für diese Transformation verlässliche Investitionen, Entlastung der Kollegien und eine konsequente Einbindung der pädagogischen Praxis in politische Entscheidungen notwendig sind. Wer über die Zukunft des Landes spricht, muss die Realität in den Klassenzimmern mitdenken und die Expertise der Lehrkräfte systematisch einbeziehen.

In der 44. Sitzung des Haushalts- und Finanzausschusses, Unterausschuss Personal, vertrat Stefan Nierfeld die Positionen von SchaLL.NRW, die auch nachzulesen sind in der eingereichten Stellungnahme (www.schall-nrw.de/medien-downloads/pressemitteilungen) - der Beitrag im archivierten Live-Stream ist zu verfolgen unter dem Link Personalausschuss 28.10.2025 und der Beitrag von SchaLL beginnt ab Minute 31 sowie bei der Rückfragerunde ab 2 Std 28 Min.











Der Druck im Kessel steigt - gemeinsam mit Schulleitervereinigung, SchaLL.NRW und GEW haben sich jetzt neben der Landeselternschaft der Gymnasien in NRW e.V. zahlreiche Elternverbände in einem Offenen Brief an die Schulministerin Gebauer, Sozialminister Laumanns und die schulpolitischen Sprecher der Landtagsfraktionen gewandt und endlich einen konstruktiven Schulgipfel gefordert.
Hier ist das Schreiben einzusehen:
https://www.schall-nrw.de/fileadmin/user_upload/SchaLL_Elternverband_Brief.pdf
Essen, 5. Juni 2018 bei CORRECTIV.RUHR: Podiumsdiskussion mit Dorothea Schäfer (Landesvorsitzende der GEW), Philipp Schultes (Landesschülersprechervertretung NRW), Bastian Schlange (CORRECTIV.RUHR), Regina Hahmeier (Landeselternschaft Grundschule) und Stefan Nierfeld, Mitglied im Vorstand von SchaLL.NRW zum akuten Thema Lehrermangel. Ausführliche Informationen findet man u.a. im Bericht von Marita Wehlus vom 7. Juni 2018 auf der Webseite von CORRECTIV.RUHR unter diesem Link:
https://correctiv.org/blog/ruhr/artikel/2018/06/07/lehrerverbande-in-nrw-kritisieren-talentschulen/
Ausschnitte des Abends sind auch im Facebook-Channel von SchaLL.NRW zu sehen.
Fazit des Abends: Gewerkschaften, Verbände, Eltern und Schüler müssen in breiter Front und gemeinschaftlich auf die Landesregierung zugehen und für ihre Forderungen zur Beseitigung des Lehrermangels nebst aller notwendigen Schritte kämpfen. Wie es weitergeht - wir berichten hier über den Fortgang dieser Idee und Initiative.

Düsseldorf. 13.12.2017. Der Landesvorstand von SchaLL.NRW überreicht bei einem Gespräch mit der Schulministerin Gebauer eine aktuelle wissenschaftliche Arbeit von Michael Popp aus Bayreuth zu den gravierenden Gehaltsunterschieden zwischen Angestellten und Beamten im Bildungssektor und forderten die Ministerin auf, den angestellten Lehrkräften in NRW im Rahmen der Besoldungsreform mindestens EG 15 zu zahlen. (Im Bild v.l.n.r.: Ralf Heinrich, Stefan Nierfeld, Yvonne Gebauer, Karin Bödeker, Rainer Lummer und Willi Knoop)
