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Dringende Antragsempfehlung
an die Bundestarifkommission
der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
zur
Tarifrunde 2009
Aufgabenbeschreibung für eine
diskriminierungsfreie
Gleichstellungsrunde 2009 [1] [2]
Argumentative
Ausschärfung der gleichstellungsbezogenen
(tarifpolitischen) Plattform von
SchaLL NRW
-
gleichstellungsbezogene
Tarifpolitik für die Zukunft
-
Ausgleich
für Unterbezahlung in der Vergangenheit
-
Korrektur
der Zusatzrentenversicherung
Formloser Antrag auf Verbeamtung bis Eingang 18.05.2009 im Dezernat 47 der jeweils zuständigen Bezirksregierung.
Wir bitten um Verständnis, dass Mitgliederbriefe nur in Ausnahmefällen auf der Homepage veröffentlicht werden.
Auch 40-jährige Lehrer zu Beamten machen
Kurzkommentar dazu:
- Als Lehre aus Leipzig zu kurz gesprungen
- Als Notnagel gegen die Länderkonkurrenz
wirkungslos
- Juristisch einwandfrei nur,
- wenn durch den Gesetzgeber geregelt - und nicht
durch Verwaltungserlass
- wenn andere Schulformen diskriminierungsfrei
einbezogen werden
- Skandal der Entgeltdiskriminierung nicht
begriffen
Ergebnis der Mitgliederbefragung: 84 Prozent
Zustimmung aus allen Bundesländern
ausser Berlin und Hessen
+++ Posteingang der Antwort bis 12.03.2009 +++ Quorumsschwelle 75 Prozent bundesweit +++
Rundbrief der SchaLL zum Tarifergebnis
Liebe Mitglieder von SchaLL NRW,
zunächst habt fetten Dank für Euere überwältigende
Bereitschaft, die Forderungen von SchaLL NRW nach Lohngerechtigkeit i.S. von
Gleichbezahlung landesweit zum perspektivischen Standard für alle
"Tarifbeschäftigten LehrerInnen" zu installieren. Der Geist ist nun wirklich aus
der Flasche und kann nicht wieder zurück.
Der neue Tarifabschluß vom 01. März 2009 für die
Tarifbeschäftigten der Länder steht auf unserer Homepage und liegt noch einmal
im Anhang dieses Rundbriefes. Daß unsere Gleichstellungsforderungen nicht zur
Erweiterung des Verhandlungskatalogs dieser Tarifrunde geführt haben, ist
bekannt und entbehrt weiterer Kommentierungen. Umso entscheidender für alle
Beteiligten - sowohl für die betroffenen Tarifbeschäftigten als auch für die GEW
als verhandlungsberechtigter Part - muß jene Tarifrunde ab frühestens September
2009 sein, die eine erstmalige Vereinbarung eines Entgelttarifvertrages für
Lehrkräfte des Landes beinhaltet. Sie muß aus Sicht von SchaLL zwei
Leistungen zugleich erbringen, um glaubwürdige Konsequenzen aus unserer
Entgeltdiskriminierung ziehen zu können:
- Reparatur des TV-L als flächendeckender
Absenkungstarifvertrag
- Konstruktion einer diskriminierungsfreien
Gleichbezahlungsstruktur für Lehrkräfte
- Hilfsweise schrittweise Übergangslösungen mit variablen
Formen des Nachteilsausgleichs für Alt- und Neubeschäftigte (Näheres hierzu
unter "NTA-Splitting" in der Tarifplattform SchaLL auf der Hauptseite der
SchaLL-Homepage nachzulesen !! Dringend empfohlen !!)
Das aktuelle Tarifergebnis bedroht mittelfristig die
Glaubwürdigkeit der VERDI-Gewerkschaften (Frankfurter Rundschau vom 02.02.2009).
In der GEW hat es nach Presseberichten dementsprechend die größten Hemmungen für
eine mehrheitliche Annahme des Tarifergbnisses gegeben. Dies drückt sicherlich
auch die Tatsache aus, die endgültige Entscheidung über Annahme oder
Ablehnung durch eine Urabstimmung herbeizuführen.
Landesweit finden aus diesem Grunde kurzfristig
anberaumte Beratungsveranstaltungen der GEW statt. Ein expl. Beispiel liegt im
Anhang. Das Beratungsangebot richtet sich ausdrücklich auch an
Nichtmitglieder.
Kriterien zur Beurteilung des Tarifabschlusses und zur
Entscheidung (der GEW-Mitglieder) per Urabstimmung zur Annahme oder
Ablehnung:
- Liegt für die zweijährige Gesamtlaufzeit tatsächlich ein
durchschnittlicher Entgeltzuwachs i.H.v. 5,8 Prozent vor?
- Welche Themen sind zu überhaupt keinem Abschluss gelangt - z.B. :
- Stufenzahlreform im Vorgriff auf nachfolgende
Entgelttarifstruktur ?
- Ab wann wird ein Entgelttarif für Lehrer frühestens rechtlich wirksam?
(Laufzeitkonsequenz aus ausgedehnter "Minimallaufzeit" von 1 auf 2 Jahre,
vgl. Plattformwarnung SchaLL: "Zwei Seiten einer Minimallaufzeit")
- Fortführung der Altersteilzeit für Tarifbeschäftigte? Die
bestehende Altregelung endet am 31.12.2009.
- Gewährleistung und Fortführung der "abschmelzungsfreien" Leistungszulage
nach Abschaffung der leistungsorientierten Bezahlung als ursprüngliches
Filetstück des TV-L 2006 - "Einarbeitung in den Entgelttarif" könnte zum
Kontrollproblem über neue Besitzstandsverluste werden.
- Zusatzrentenversicherung: Erfüllung des BGH-Auftrags von 2007 zur
sozialgerechten Korrektur der unsozial abgewerteten VBL-Startgutschriften
- Welche Vorbereitungen sind für die Entgelttarifverhandlungen nötig - und
werden sie wirklich ab September laufen (Frühestmöglich heisst nicht, dass sie
dann wirklich beginnen)
Nach öffentlichkeitswirksamen Aktionen sind nun wieder akribische
Beurteilungen gefragt, das eine bedingt immer wieder das andere. Wir empfehlen
dringend, dass sich jede(r) nach Möglichkeit auch an diesen Beratungen
beteiligt.
Mit bestem Gruß
Jürgen Ploch
Die Tarifeinigung der Länder vom 1. März 2009
Tarifbewertung der GEW

Mitgliederbrief vom 28. Februar 2009
Bielefeld, 28.02.2009
Liebe tarifgeschädigte Mitglieder,
je nach Verhandlungsergebnis dieses Wochenende kann eine Urabstimmung
der GEW-Mitglieder notwendig werden. Sollte es dazu in der kommenden Woche
kommen, dürfte die Reaktion der stimmbrechtigten Mitglieder als Ausdruck der
Mitgliederstruktur und des hieraus geprägten Mitgliederbewußtseins von
besonderem Interesse sein. Zu beachten ist aber, daß dies nicht mit neuen
Verhandlungsthemen für diese Tarifrunde verknüpft sein wird, sondern
auschließlich mit der Frage, inwieweit aktuelle TdL-Angebote akzeptiert
werden sollen oder nicht. Jede Erweiterung des Verhandlungskatalogs
via Gleichbehandlung der tarifbeschäftigten Lehrkräfte in NRW würde uns
derzeit überraschen, dann allerdings freuen.
Für den 27.02.2009 wurde seitens der tariffähigen DGB-Gewerkschaften
VERDI, GdP und GEW erneut ein landesweiter Warnstreik ausgerufen. Im Zuge
dessen haben 350 tarifbeschäftigte Kolleginnen und Kollegen der
Schutzgemeinschaft angestellter Lehrerinnen und Lehrer mit GEW-KollegInnen
gemeinsam von ihrem Streikrecht Gebrauch gemacht und die gleichzeitige
DGB-Zentralkundgebung mit einer exemplarischen Abwanderungswarnung im
Paderborner Grenzgebiet nach Hessen flankiert. Unter dem solidarischen Motto
"Getrennt marschieren - vereint schlagen" haben die Teilnehmer dem
Abwanderungsland NRW die rote Karte gezeigt und demonstriert, was passieren
kann, wenn sich pädagogische Fachkräfte auf Kosten des Steuerzahlers dahin
absetzen, wo Lehrerleistung GERECHT honoriert und bezahlt wird. Denn
Abwerbungskannibalismus (Frankfurter Rundschau vom 06.02.2009) wäre ohne
Lohndiskriminierung nicht möglich.
Die pädagogische Substanz von Nordrhein-Westfalen darf nicht zur Beute
der Nachbarländer werden.
Lohngerechtigkeit - mindestens die Bereitschaft zum schrittweisen
Einstieg für alle Neu- und Altbeschäftigten ohne neue Sonderprivilegien
und ohne eine weitere Vertiefung des nordrhein-westfälischen
Diskriminierungsdickichts ist Substanzerhaltung.
Mit bestem Gruß
Jürgen Ploch für den Vorstand
SchaLL NRW
+++ SchaLL-Foto des Jahres +++ Düsseldorf 10. Februar 2009 +++
+++ Presseerklärung
SchaLL NRW zum 27.02.09 +++
+++ Streikaufruf
SchaLL NRW Nr. 4 für Freitag, 27.02.09 +++
+++ Pressekonferenz im Bielefelder Streik-Lokal der SchaLL +++
+++ SchaLL-Aktivisten in der meistgelesenen Tageszeitung Deutschlands +++
+++ SchaLL-Aktivisten ab 9 min. 20 sec. im Nachrichtenüberblick +++
Rechtliche Hinweise zum Thema "Streik"

+++ Herunterladen! +++ Ausdrucken! +++ Verteilen! +++
+++ Ausdrucken für den Fall, dass Dein Schulleiter eine Wissenslücke haben sollte +++
+++ Für solidarische, beamtete Kollegen: Remonstrations-Vorlage hier herunterladen +++
+++ Herunterladen! +++ Ausdrucken! +++ Verteilen! +++
Aktueller Gruß des Vorstands
Der
Vorstand wird mit hoffentlich großer moralischer Unterstützung von Euch am
28.01.2009 – Mittwoch ab 10
Uhr – an der zentralen Warnstreikveranstaltung der GEW in Düsseldorf
teilnehmen:
Kolpinghaus, Bilker Straße 36, 40213 Düsseldorf
(Straßenbahn 704 vom HBF aus Richtung Südfriedhof bis Haltestelle
Graf-Adolf-Platz).
An der Gesamtschule
Paderborn-Elsen wird parallel bereits am 28.01.09 gestreikt wie auch am
Warnstreiktag im Mai 2006.
Für dezentrale
Aktionen im Lande ist der 05.02.2009 vorgesehen. Hier werden alle
streikwilligen Aktivisten sich auf zu bestreikende Schwerpunktschulen in
ihrer Region konzentrieren oder an einem der insgesamt acht dezentralen
Streikzentren (vgl. anliegende GEW-Übersicht ) treffen, sofern der Streik
an der eigenen Schule sich als nicht realistisch erweisen
sollte.
Für die
schulinterne Streikplanung bitte auch schon den 10.02.2009 vormerken. Es
ist durchaus möglich, dass aus der ursprünglich geplanten
Zentralkundgebung in Düsseldorf ein weiterer Streiktag wird. Als Streik
gilt rechtlich jede Unterrichtsniederlegung auf Basis eines offiziell von
einer tariffähigen Gewerkschaft ausgerufenen Streiktages. Diese
Streikbeteiligung ist der Schulleitung vorher verbindlich mitzuteilen.
Näheres im Spezialinfo zum Streikrecht im Anhang und auf der
SchaLL-Website. Streikgeld kann wie auch 2006 im vorhinein von SchaLL
nicht zugesagt werden, da wir alle nur 60 €uro Jahresbeitrag
zusammentragen. Trotzdem haben wir 2006 nachträglich gezahlt. Dies wird
auch 2009 wieder eine Frage der Abwägung sein müssen, nachdem wir den
tatsächlichen Belastungsgrad überschauen
können.
So weit zur
derzeitigen Entwicklung. Wir freuen uns auf Euch am
Mittwoch,
bis dann herzlichst
im Auftrag der Vorstands-Crew
Jürgen
Ploch
siehe dazu auch:
mit dem Vorsitzenden der SchaLL NRW, Jürgen Ploch
(Westfalenpost vom 26. Januar 2009)
...und dafür streiken sie jetzt im Jan./Febr. 2009:

Entgeltanalyse
- Ausarbeitung zur Gleichstellung (INI)
Darf
sich der TV-L-November 2006
in der Tarifrunde 2009
wiederholen?
Das Anliegen von SchaLL NRW kann sich nicht auf eine etwaige Reparatur
des TV-L auf BAT-Niveau beschränken. Diese Etappe - sollte sie erreicht werden
können - soll ausdrücklich nicht herabgewürdigt werden. Sie hilft aber den
30.000 von ca. 33.000 tarifbeschäftigten Kolleginnen und Kollegen in NRW nicht
weiter, die schon zu BAT-Bedingungen in den letzten Jahrzehnten um
Einkommensgerechtigkeit zwischen 80.000 bis 250.000 €uro für gleiche Arbeit
gebracht worden sind. Sie erst machen den Erfolg von Abwerbekampagnen anderer
Bundesländer möglich. Ergänzend zu bekannten SchaLL-Gehaltvergleichen
bietet die Initiative Zukunftsberuf Lehrer einen tabellarischen
Abbildungslängsschnitt von Wanderungs-„Gewinnen" pro Entgeltgruppe derjenigen
KollegInnen, die Nordrhein-Westfalen nach Niedersachsen oder Hessen erfolgreich
verlassen. ( vgl. Link-Ergänzung
Gehaltsvergleich )
Einkommensgerechtigkeit akzeptieren wir nicht nur für eine ferne
Zukunft. Leben müssen wir jetzt und nicht nur später. Die erdrückende Mehrheit
der Tarifbeschäftigten hat ihre Unterbezahlung längst privat finanziert und muss
sich dagegen verwahren, sich als „Problem auf Zeit" durch allmähliches
Ausscheiden aus dem Dienst von selbst zu „erledigen".
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