Presseerklärung
11.3.2011
200.000 angestellte Lehrer verraten und verkauft
Totalversagen von Verdi, GEW und dbb
Das Verhandlungsergebnis
für den Öffentlichen Dienst ist ein Schlag ins Gesicht
der über 200.000
tarifbeschäftigten Lehrkräfte. Die Angestellten wurden von den
Gewerkschaften
verraten und verkauft.
Die
Schutzgemeinschaft angestellter Lehrer/innen ist empört, dass die Verhandlungen
nicht zu der versprochenen Eingruppierung der Lehrkräfte geführt haben.
Eine
lineare Tariferhöhung von ca. 2,3 % im Rahmen des Inflationsausgleichs
verschärft
das Problem der angestellten Lehrer/innen, da bei einer Übertragung
auf die Beamten sich die Einkommensschere zwischen angestellten und
verbeamteten Lehrkräften weiter öffnet.
Bei den angestellten Lehrern geht es um 20 %
Netto-Gehaltsunterschied
gegenüber den verbeamteten Lehrern
bei identischer Ausbildung und
Qualifikation", so Renate Koch vom
Landesvorstand SchaLL.
SchaLL
fordert seit Jahren, dass tarifbeschäftigte Lehrkräfte einen
Nachteilsausgleich
bekommen. Verdi und GEW hatten das Ziel ausgegeben,
die Entgeltordnung der
Lehrkräfte erstmalig tariflich zu regeln.
Dass die Gewerkschaften kampflos und ohne weitere
Streiks diese zentrale
Forderung aufgegeben haben, ist ein Skandal. „Das
Einknicken der
Arbeitnehmervertreter betrachten die angestellten Kolleginnen
und Kollegen
als Verrat an ihren berechtigten Interessen nach gleichem Lohn für
gleiche
Arbeit", so Rainer Lummer vom Landesvorstand SchaLL.
Die
GEW muss sich fragen lassen, warum die angestellten Lehrer als
einzige
Berufsgruppe weiterhin mit einem Tarifvertrag ohne Entgeltordnung
und ohne
Arbeitszeitregelungen im Regen stehen.
So
haben die Angestellten wieder einmal ein Tarifergebnis erstreikt,
das
hauptsächlich den Beamten nützt.
Dass
der Verhandlungsführer des Deutschen Beamtenbundes, Stöhr,
den Abschluss auch noch als sozial gerecht bezeichnet, wird von vielen
angestellten Lehrern als Verhöhnung
empfunden.
SchaLL
ist die einzig verbliebene Organisation, die die Interessen der
angestellten
Lehrer klar und ausschließlich vertritt und den
gewerkschaftlichen Grundsatz „
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit"
kompromisslos einfordert.
Hier obige Presseerklärung als pdf
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